Warum tut man sich die Fotografie mit alten, manuellen Objektiven (Altglas) an?

Warum tut man sich die Fotografie mit alten, manuellen Objektiven (Altglas) an?

Für mich war das, am Anfang (vor fast 10 Jahren), die Möglichkeit für kleineres Geld lichtstarke Festbrennweiten nutzen zu können.
Eine Spiegellose Digitalkamera hatte ich ja. Also brauchte ich nur noch die passenden Adapter für die alten Objektive, die dann nach und nach bei mir eintrudelten.
Schon bald merkte ich, dass durch die Langsamkeit, die das manuelle Fokussieren mit sich bringt, ich entschleunige und ich mich deutlich mehr mit dem Motiv beschäftige. Es bleibt mehr für mich haften bzw. es hat einen Mehrwert für mich. Einen Luxus, den ich mir als Hobbyfotograf leisten kann und will.
Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt war und ist, ich lerne sehr viel über die technischen Aspekte der Fotografie.
Das schönste ist aber, das „Malen“ mit Licht. Das Spielen mit dem Front- und Hintergrund-Bokeh. Die Staffelung des Motivs im Foto.
Da die alten Objektive nicht perfekt vergütet und berechnet sind, also optische Fehler haben, kann man gerade aus dieser Not eine Tugend machen und damit einzigartige Bilder „malen“. Da gibt es dann die sogenannten „Bubbles“ die aus Spitzlichtern im Hintergrund entstehen. Lensflares, farbige Lichteinspiegelungen ins Objektiv, die man dann im Foto sieht.
Man muss aber leidensfähig sein. Der Ausschuss von Fotos, bei denen man den Fokus nicht richtig gesetzt hat, kann sehr hoch sein und generell ist Schärfe nicht die hervorstechende Eigenschaft alter Optiken. Besonders wenn sie lichtstark sind.
Genug der Theorie. Hier dann einige Beispielfotos die mit Objektiven entstanden sind, die mir besonders gefallen.
Vielen Dank an die Models, die besonders viel Geduld mit mir hatten, weil es mit alten manuellen Objektiven doch immer etwas länger dauert bis das erlösende „Clack“ zu hören war.

Falls jemand etwas tiefer in die Materie eintauchen möchte und mehr technische Infos zu dem einen oder anderen alten manuellen Objektiv braucht, kann gerne auch mal auf der Seite von meinem Fotofreund Nikolaus Burghardt vorbeischauen.
https://www.nikolaus-burgard.de/objektivvorstellungen-lens-reviews/

CLACKs Offener Fotoabend

CLACKs Offener Fotoabend

Wieder ist ein toller Abend mit fotobegeisterten Menschen im Fotostudio Kirchditmold zuende gegangen.

Zahlreiche Fotografen, Fotografinnen, Modelle, männlich und weiblich trafen sich zum Austausch und Fachsimpeln. Wie immer stand im Vordergrund, alles kann nichts muss. Es durfte das Equipment des Studios genutzt werden und es standen wie immer reichlich Getränke und Knabbereien zur Verfügung.

Großer Dank geht wie immer an Stefan Beckmann, der sich um alles gekümmert hat, um den Verein einen schönen Abend zu ermöglichen.

Es wurden neue Kontakte geknüpft, alte Kontakte aufgefrischt und Verabredungen für neue Projekte getroffen.

Am Ende war es ein ereignisreicher Abend mit viel guter Laune und einer sehr entspannten Stimmung in dem wundervollen Ambiente des Fotostudios Kirchditmold.

Weitere Veranstaltungen, wie immer auf unserer Hompage.

Tanja Kurzenknabe

Tanja Kurzenknabe

„I see trees of green, red roses too. I see them bloom for me and you, and I think to myself: What a wonderful world.“ (Louis Armstrong) Ich bin Tanja, Jahrgang 1972, und komme aus Kassel. In erster Linie liebe ich es, unsere Natur  mit der Kamera zu entdecken. Ganz besonders haben mir es die Kalkmagerrasen mit ihren Orchideen und Insekten angetan. Dort bin ich gern allein für mich unterwegs. Aber auch die Landschafstfotografie – ob nun bei Tage beim Wandern oder als Langzeitbelichtung bei Nacht – sind mein Thema.  Die Peoplefotografie kommt immer etwas zu kurz, das möchte ich aber ändern und deswegen bin ich bei CLACK.  Ich fotografiere mit Spiegelreflexkameras von Canon, einer Sony alpha 7ii. An letzterer verwende ich gerne „Altglas“. Website:

www.tanjakurzenknabe-photography.de

Instagramm: tanjakurzenknabephotography

Ein Bild – acht Versionen

Ein Bild – acht Versionen

Ein Bild – acht verschiedene Versionen.

Gestern trafen sich im Fotostudio Kirchditmold acht fotobegeisterte Menschen. Thema des Tages war es, ein Bild zu bearbeiten, so wie man es in seinem Workflow einbinden würde. Das Besondere dabei ist, dass jeder ein Bild bearbeiten sollte, welches nicht von ihm fotografiert wurde. Dabei war es egal, ob man es farbig oder in schwarz-weiß umsetzt. Das blieb jedem selbst überlassen. In einer Nachlese wurde jedes einzelne Bild besprochen und die einzelnen Arbeitsschritte des Bearbeiters noch mal erläutert. Das hat den großen Vorteil, dass auch erfahrene Bearbeiter immer noch mal kleine Hinweise, Kniffe oder Tricks sehen, die sie vorher noch nicht kannten oder in der Anwendung noch nie benutzt haben.

Spannend war es zu sehen, wie verschiedene Fotografen den Fokus eines Bildes sehen und daraufhin den Schwerpunkt der Bildbearbeitung steuern.

Es war ein spannender und sehr lehrreicher Nachmittag, der mit acht verschiedenen Bildern endete und dem ein oder anderen geholfen hat, noch mehr aus seinen Bildern herauszuholen.